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2009-06-09

"Dunkle Wolken am G8 Horizont"

5. Juni 2009

Lecce - In seiner Eigenschaft als Tourismusbeauftragter im Stadtrat hat Massimo Alfarano eine Note verfasst, in der er jene kritisiert, die die negativen Aspekte des Gipfels hervorheben wollen. Der G8 kann für die Stadt Lecce auch ein großes Schaufenster sein.

"Zumindest dem Ansinnen manchen gut organisierten Gegners nach ziehen am G8-Horizont dunkle Wolken auf!", schreibt Massimo Alfarano. "Wir erfahren nämlich von den Presseorganen, dass es zahlreiche Initiativen gibt, die bestrebt sind, Protestierer in großer Zahl auf die Plätze und Straßen von Lecce zu bringen, die es für eine Pflicht halten, gegen die Wirtschaftspolitiken der am stärksten entwickelten Länder, die mit ihrer Versammlung vielmehr auf die Überwindung der internationalen Krise abzielende Strategien aufstellen wollen, bei denen man sich auch auf Politiken der Solidarität mit den ärmeren Staaten hinzu bewegen will, zu demonstrieren - auf eine Weise, von der man nicht so richtig weiß, wie friedlich und wie "kontrolliert" sie sein wird".

Pic: Roma

"Als Tourismusbeauftragter im Stadtrat von Lecce habe ich die Pflicht, alle - und besonders jene, die sowohl an der Regierung als auch an der Opposition institutionelle Funktionen und Ämter auf allen Ebenen ausüben - daraf aufmerksam zu machen, dass der G8 ein großes Schaufenster für die wirtschaftliche und kulturelle Förderung für die salentinsche Hauptstadt und für unser gesamtes Territorium ist. Dieses Event in einen Moment der hass- und grollerfüllten Konfrontation über die internationalen Wirstchaftspolitiken umzuwandeln, kann nur unter der Bedingung legitim sein, dass man mit Verantwortungsbewusstsein in der Spur der demokratischen und friedlichen Auseinandersetzung bleibt. Wenn man aber das Klima, das man vor einigen Jahren in Genua erlebte, nach Lecce tragen will, dann heißt es, dass uns unser Territorium nicht am Herzen liegt. Es heißt, dass wir bewusst eine große Chance vertun wollen, Lecce und seine Schönheiten der Aufmerksamkeit des medialen Rampenlichts zu unterbreiten".

"Ist es denn die Möglichkeit, dass sie dabei sind, unsere gewerbetreibenden derart zu erschrecken, dass man sie das Herablassen der Rolläden ihrer Geschäfte für günstiger halten lässt, als die Nutzung der Gelegenheit für die Tätigung von Verkäufen und das Knüpfen von Kontakten? Was für ein soziales Klima wollen die G8-Gegner der Stadt Lecce bescheren? Ich hoffe, dass der regelrechte Psychoterror, den man im Begriff ist, gegen die Bewohner von Lecce auszuüben, nicht nur von den Organisatoren des "Gegen-G8" (von denen wir nicht wissen, wie sehr sie es vermögen werden, die gewalttätigeren Demonstranten einzuzäumen und zu isolieren) gebannt und entfernt wird, sondern auch von den politischen Repräsentanten, auf die diese Demonstranten Bezug nehmen. Für Lecce ist der G8 eine große Gelegenheit für Promotion. Lecce will ein friedliches Schaufenster von Events sein. Sollte irgendwer diese Gelegenheit in eine Guerrilla verwandeln, so wird er ab heute dafür einschließlich des Schweigens, das so stark den Beigeschamack der Komplizenschaft hat - die Verantwortung übernehmen müssen".

Source: http://www.ilpaesenuovo.it/index.php?option=com_content&view=article&id=4666:qnubi-oscure-allorizzonte-del-g8q&catid=18&Itemid=53