2009-03-10 

NATO-Generalsekretär bittet um Verständnis

Bei einem Besuch in Baden-Baden hat sich NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer am Montag bei den Bürgern für die bevorstehenden Unannehmlichkeiten beim NATO-Gipfel entschuldigt. Die Polizei hatte angekündigt, Pendler und Anwohner in Baden-Baden müssten wegen Straßensperren und anderen Sicherheitsmaßnahmen während des Gipfels am 3. und 4. April mit erheblichen Behinderungen rechnen.

De Hoop Scheffer sagte nach einer Besichtigung der Veranstaltungsräume im Kurhaus am Montag, Baden-Baden sei eine Stadt, in der europäische Geschichte geschrieben worden sei und damit der richtige Ort für den Gipfel.

No Nato Berlin 23.5.2008

Foto: Knut Hildebrandt

"Dieser Gipfel ist sehr wichtig. Es geht um den 60. Jahrestag des Bündnisses, und es ist ein bedeutendes politisches Signal, ihn auf beiden Seiten des Rheins zu feiern", sagte er.

Mit Blick auf die wichtigsten Themen des Gipfels sagte der Niederländer, der seit Januar 2004 NATO-Generalsekretär ist: "Ich hoffe, dass wir Albanien und Kroatien als neue Mitglieder begrüßen dürfen." Er sei "sicher, dass es eine interessante Debatte über Afghanistan sowie die Beziehungen der NATO zu Russland geben wird". De Hoop Scheffer fügte hinzu: "Auch werden wir über ein neues, strategisches Konzept der NATO debattieren."

Zu dem Gipfel am 3. und 4. April in Baden-Baden und Straßburg werden neben mehr als 30 Delegationen die Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitgliedsstaaten erwartet, darunter US-Präsident Barack Obama. Rund um das Kurhaus werden fünf Sicherheitszonen eingerichtet. Mehr als 14 000 Polizisten sollen das Areal absichern.