Repression » Genua 2001  

 "Risk Control"

Maßnahmen gegen "sicherheitskritisches Verhalten"

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  • IPO: International Permanent Observatory on Security during Major Events/ UNICRI. Services at no cost to governmental entities. IPO involvement: Beijing 2008 Olympics, G8 Japan 2008, G8 Germany 2007, G8 Russia 2006, WB/IMF Singapore 2006, APEC Vietnam 2006. “Sensible, pragmatic advice and realistic security solutions”.
  • UNICRI: United Nations entity mandated to assist intergovernmental, governmental and non-governmental organizations in formulating and implementing improved policies in the field of crime prevention and criminal justice.
  • EU-SEC: Coordinating National Research Programms on Security during Major Events in Europe, funded by European Commission
  • European Police Congress Berlin: Größte internationale Fachkonferenz für Innere Sicherheit (“Gold Sponsor”: EADS, SAP). “Treffpunkt politischer und polizeilicher Entscheidungsträger”, “internationale Prominenz aus den Führungsebenen”. Begleitende Ausstellung der führenden Hersteller von Systemlösungen, “genügend Zeit und Gelegenheit für intensive Kontakte zwischen Besuchern und Ausstellern”.
  • California Commission on Peace Officer: Crowd Management and Civil Disobedience Guidelines, Standards and Training
  • CEPOL: European Police College: Courses and Research on Public Order, Crowd Management etc.
  • Bundesministerium für Verteidigung: Einrichtungen und Institute mit wehrwissenschaftlichem Forschungsauftrag
  • European Conference on Security Research SRC ‘07
  • Fraunhofer-Verbund VVS Verteidigungs- und Sicherheitsforschung innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft (“Dual-Use-Forschung, Know-how-Transfer zivil / militärisch”)
  • Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology Karlsruhe
  • Sicherheitsgewerbe, Sicherheitsforschung Maßnahmen der Europäischen Kommission
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2008-03-11

G-8-Prozess in Genua: Haftstrafen für 44 Angeklagte gefordert

Auch General Oronzo D’Oria muss sich wegen Polizeiübergriffen vor Gericht verantworten

Rom – In Genua ist der Prozess gegen das teilweise brutale Vorgehen der italienischen Polizei gegen protestierende Globalisierungsgegner bei den Krawallen beim G-8-Gipfel in Genua im Juli 2001 in die Endphase gelangt. Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag insgesamt 76 Jahre Haftstrafen für 44 Angeklagte gefordert. Vor Gericht stehen 45 Polizisten, Ärzte und Soldaten, die beschuldigt werden, die festgenommenen Globalisierungsgegner in der Kaserne Bolzaneto schwer misshandelt zu haben. Zu den Angeklagten zählt auch ein General, Oronzo D’Oria. Die Staatsanwaltschaft forderte einen einzigen Freispruch. Die höchste geforderte Strafe betrug fünf Jahre und acht Monate Haft.

Demonstrant erschossen

In den Sog der Ermittlungen um die schweren Gewalttätigkeiten bei der Durchsuchung der Unerkünfte von der G8-Demonstranten in den Genueser Schulen Diaz und Pascoli sowie um die angeblichen Menschenrechtsverletzungen in der Kaserne Bolzaneto im Juli 2001 waren zunächst circa 160 Polizisten geraten. Mehrere von ihnen wurden aber entlastet. Die Konferenz der großen Industrienationen im Sommer 2001 wurde von blutigen Zusammenstößen zwischen Globalisierungskritikern und der Polizei begleitet. Dabei wurde der Demonstrant Carlo Giuliani von einem Polizisten erschossen.

Die Vorwürfe gegen die Polizeifunktionäre sind in einem Dossier mit den Berichten Tausender Zeugen enthalten. Vernommen wurden auch mehrere Ausländer, die sich an den Protestdemonstrationen gegen den G-8-Gipfel beteiligt hatten. Danach soll ein Gericht in Genua entscheiden, ob gegen sie ein Prozess beginnen soll.

Über Misshandlungen nach der Festnahme hatten auch 16 österreichische Mitglieder der Theatergruppe “VolxTheater-Karawane” geklagt. Sie waren nach dem G-8-Gipfel festgenommen und drei Wochen lang in Untersuchungshaft gehalten worden. (APA)

Source: http://derstandard.at