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28.09.2002

ANTI-NATO OFFENSIVE PRAG 2002

Alle Zeichen stehen auf Krieg. Obwohl vor allem vom deutschen Bundestag und von Intelektuellen in den USA Kritik an einem Krieg gegen den Irak geübt wird, mehren sich gleichzeitig die Hinweise, dass es bereits Angriffe gab. Der Krieg beginnt offenbar unmerklich und schrittweise, während der Krieg in Afghanistan nahezu ganz aus den Schlagzeilen der Tagespolitik verschwindet.

In dieser Situation wird am 21. und 22. November in Prag ein NATO-Gipfel stattfinden. Obwohl jeden Tag zehntausende Menschen wegen Krieg oder an Hunger sterben, kommen über 40 Staatschefs nach Prag, um über weitere Kriege zu debattieren. Gleichzeitig wird dies das erste Mal sein, dass im ehemaligen "Ostblock" ein NATO-Gipfel stattfindet. Neben dem Krieg gegen den Irak soll auch die umstrittene "NATO-Osterweiterung" vollzogen werden. Die Transformation Osteuropas in kapitalistische Marktwirtschaften wurde unter dem Schutz der NATO auch von globalen Institutionen, wie z.B. dem IWF und der Weltbank vorangetrieben. Zu den "neuen Herausforderungen" der NATO gehört die militärische Sicherung dieser neu entstehenden Ausbeutungsverhältnisse.

2002

In den NATO-Beitrittsländern regt sich bereits massiver Widerstand gegen diese Pläne. In Slowenien gab es offensive Demonstrationen und Aktionen, die Bevölkerung in den meisten osteuropäischen Staaten ist gegen einen NATO-Beitritt oder sieht diesen kritisch. Auf einem 1. Internationalen Koordinierungstreffen im März, entschieden sich AktivistInnen für eine breite internationale Mobilisierung für die Proteste gegen den NATO-Gipfel in Prag. Mitte September fand ein zweites Treffen in Prag statt, an dem AktivistInnen aus ganz Ost- und Mitteleuropa teilnahmen.

- deutschsprachige Mobilisierungsseite
- Dresden: Grenzinfopunkt während des Gipfels
- offizielle Homepage des NATO-Gipfels

Hintergründe zum Irak-Krieg: 1, 2

Hintergründe zur NATO: 1, 2

!! Samstag 26. Okt.: 3. Internationales Koordinierungstreffen in Prag !!

praglogo
Hintergrundtexte:
- Antipatriarchal gegen jeden Krieg!
- Antiterrorismus - die Politik sozialer Feinderklärung
- Was ist eigentlich ein Terrorist?

---> Wie war das nochmal beim S26-Protest in Prag gegen IWF und Weltbank?

Aufruf zur Mobilisierung gegen den NATO-Gipfel in Prag:

Vom 21.-22. November treffen sich die Staats- und Regierungschefs der NATO-Länder in Prag, um ihren militärischen und wirtschaftlichen Einflussbereich im Osten auszudehnen. Neben der Aufnahme neuer Staaten in das Militärbündnis, wollen sich die HERRschaften den "neuen Herausforderungen im Krieg gegen den Terrorismus³ widmen. In den Beitrittsländern regt sich bereits massiver Widerstand gegen diese Pläne. In Slowenien kam es bereits zu offensiven Demonstrationen und Aktionen gegen die Kriegstreiber.

Die großen Krieger kommen zurück nach Prag... - bereiten wir ihnen einen gebührenden Empfang!

In Prag gipfelt nun das erste Mal die NATO im ehemaligen Ostblock. Aber es geht nicht nur um die NATO, sondern auch um die Interessen, die hinter ihr stehen. Die Transformation Osteuropas in kapitalistische Marktwirtschaften wurde im Schutz der NATO auch von globalen Institutionen, wie z.B. dem IWF und der Weltbank vorangetrieben. Ziel ist die Schaffung neuer Absatzmärkte für Westeuropäische und insbesondere deutsche Produkte einerseits, und die Erschließung billiger Produktionsflächen andererseits. Zu den "neuen Herausforderungen" der NATO gehört die militärische Sicherung dieser neu entstehenden Ausbeutungsverhältnisse. Wir werden weder ihre "humanitären Kriege", noch ihre militärischen Kreuzzüge im Namen einer "westlichen Zivilisation" samt ihrem alltäglichen Rassismus und Sexismus hinnehmen. Wir lassen uns auch von den systematischen Repressionsmethoden seitens der Staatsmacht, ihren Kameras, ihren Grenzkontrollen und ihrer Brutalität nicht einschüchtern. Neben unseren alltäglichen Kämpfen um Freiheit und Selbstbestimmung, mobilisieren wir auch nach Prag, um das Gipfeltreffen der selbsternannten "Global Leaders" und ihrem militärischen Arm, wenn möglich zu verhindern.

The story so far...

In der Vorbereitung sind neue Vernetzungen insbesondere nach Osteuropa entstanden. Auf einem 1. Internationalen Koordinierungstreffen im März, entschieden sich AktivistInnen für eine breite internationale Mobilisierung für die Proteste gegen den NATO-Gipfel in Prag. Seitdem ist in den einzelnen Ländern viel geschehen. Aber dennoch bleibt uns noch viel vorzubereiten, zu organisieren und zu planen. Da die lokale Bewegung in Tschechien sehr klein ist, ist eine große Mobilisierung nur mit der Unterstützung durch andere AktivistInnen möglich. Dies kann eine finanzielle, technische, etc. Unterstützung sein. Es wäre auch toll, wenn AktivistInnen schon einige Wochen vor den Aktionen nach Prag kommen könnten, um sich dort in die Vorbereitungen einzubringen. Für ihre Unterbringung ist bereits gesorgt.

Was geht?!

Mitte September fand ein zweites internationales Koordinierungstreffen in Prag statt, an dem AktivistInnen aus ganz Ost- und Mitteleuropa teilnahmen. Es wurde die weitere Mobilisierung koordiniert, technische Fragen besprochen und die Aktionen zum Gipfel selbst geplant. Dieser wird am 21. und 22. Nov. im Kongreßzentrum stattfinden, in welchem sich vor zwei Jahren schon der IWF und Weltbank getroffen haben. Die Proteste beginnen am 17. Nov. und gehen bis zum Kongreßbeginn, dem 21.Nov., an welchem eine Großdemonstration geplant ist. Die Proteste sind darauf ausgelegt, allen Widerstandsformen Raum zu geben. Zusätzlich zu den Aktionen in Prag selbst, wird es Ausweichorte in Südpolen, Deutschland und Slowenien geben, an welchen sich all diejenigen versammeln können, die nicht über die tschechische Grenze kommen. Auch hier sind Demonstrationen, Aktionen und Kundgebungen geplant.

Das Menü

ANTI-NATO OFFENSIVE
- NATO Konferenz 21.-22. Nov. 02 Prag
- Gegenaktionen 17.-22. Nov. 02

!! Samstag 26. Okt.: 3. Internationales Koordinierungstreffen in Prag !!

Sonntag 17. Nov.: Demonstration gegen Kapitalismus und NATO.
Dienstag 19. Nov.: Dinner der Gipfelteilnehmer- Proteste vor den Hotels (Food Not Bombs), Gedenken an die Opfer kapitalistischer Ausbeutung
Donnerstag 21. Nov.: Heute beginnt der Gipfel... - und damit unsere lautesten Proteste! Internationaler Direct Action Day gegen NATO. Großdemonstration

...lasst es euch schmecken!!

Kontakt:

Wenn ihr Interesse habt euch an der Mobilisierung zu beteiligen oder die Vorbereitungen mit Spenden, Ideen, Erfahrungen etc. zu unterstützen kontaktiert: seeyouinprag@yahoo.com

[indymedia.de, von bis bald... get active! - 27.09.2002 19:10]