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2008-05-28

"Chef, es sind zu viele" - DIE BLOCK-G8-BROSCHÜRE IST DA!

Bild: Broschüre

Die Blockaden des G8-Gipfels 2007 haben ein Stück Widerstandsgeschichtegeschrieben. Ihre letztendliche Bedeutung werden sie aber dadurch erhalten,was wir und Ihr aus diesen Erfahrungen macht, wie Block G8 zum Referenzpunktoder zum Steinbruch für kommende Aktionen wird. Mit dieser Broschüreverabschiedet sich Block G8 als politische Struktur und versucht, den Erfolgund Erfahrungen schriftlich zu dokumentieren und damit für die Bewegungfestzuhalten und diskutierbar zu machen.

Eine Broschüre zum Querlesen, Weiterdiskutieren und Ausprobieren, die infünf Teile gegliedert ist:

Source: www.block-g8.org weiter...
2008-05-26

N. Seibert: G8-Gipfel und Militanz, Repression und Solidarität

Bild: Kfz Bundespolizei

Am Beispiel des G8-Gipfels, zu dem sich Anfang Juni 2007 die acht mächtigsten Staatschefs in Heiligendamm an der Ostsee versammelten, um eine Politik zu koordinieren, die bei vielen Menschen auf Ablehnung stößt, werden im Folgenden die teils militanten Proteste, die erfolgte staatliche Repression sowie die darauffolgenden Initiativen der Solidarität resümiert und für eine entschiedene und offensive Solidaritätsarbeit plädiert, die die Legitimität militanter Politik hervorhebt.

Source: http://einstellung.so36.net weiter...
2008-03-17

Revolutionäre Perspektive Berlin: Kriminell ist das System und nicht der Widerstand

Bild: Plakat

Redebeitrag auf der Demo “Freiheit für politische Gefangene” am 15.3.2008

Im Sommer 2007 gab es nach den Razzien im Zuge der Anti-G8-Mobilisierung einen weiteren Repressionsschlag. Betroffen sind 7 Aktivisten aus Berlin, denen vorgeworfen wird, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung nach §129 zu sein. Zunächst war nach §129a – Bildung einer terroristischen Vereinigung – ermittelt worden, der Bundesgerichtshof schwächte den Vorwurf später auf kriminell ab, auch wenn weiterhin die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen leitet. Die kriminelle Vereinigung, um die es hier geht, soll die militante Gruppe sein. Vier der Genossen saßen in Untersuchungshaft, drei davon mehrere Monate. Ihnen wird vorgeworfen versucht zu haben Bundeswehrfahrzeuge anzuzünden. Jetzt warten die Genossen auf ihren Prozess, welcher dieses Jahr anfängt.

Source: http://de.indymedia.org weiter...
2008-03-13

Jochen Stay: Block 08

www.rostock-digital.de

2008 wird ein Jahr des Zivilen Ungehorsams

Haben die Proteste gegen den G8-Gipfel von Heiligendamm eigentlich irgendwelche Folgen?

In der zweiten Jahreshälfte 2007 war dem nicht so. Alle Aktiven schienen erschöpft. Doch jetzt geht die Saat auf: Aus „Block G8“ wird quasi „Block 08“. Ein Jahr mit zahlreichen Großaktionen Zivilen Ungehorsams steht bevor. Und im „Netzwerk ZUGABe“ haben sich erfahrene OrganisatorInnen Gewaltfreier Aktion zusammengeschlossen, um diese Dynamik zu unterstützen.

Source: www.linksnet.de weiter...
2008-02-17

some militant activists: diskussionsbeitrag zur militanzdebatte

Bild: HRO

in diesem beitrag soll es kurz um unsere einschätzung zu einigen aktuellen beitragen zur militanzdebatte und um einige entwicklungen in der militanten linken nach dem g8 gipfel gehen. wir wissen, dass dieser abriss einige beitrage nur anreisst und andere ganz ignoriert, wir haben aber erstmal nur über das geschrieben, was uns am meisten unter den nägeln brennt. wir denken, dass, wenn wir als militante linke jenseits des g8 spektakels ernst genommen werden wollen, es gerade jetzt, nach dem event wichtig ist weiterzumachen und die verstärkt bereitschaft zur militanten aktion und die diskussion darüber weiter zu entwickeln, die, von einigen gruppen aufgeworfene frage, ob vor dem g8 eine militante kampagne stattgefunden hat, oder nicht ist für uns erstmal zweitrangig, wir halten es für bedeutsamer, die diskussionen über mögliche kampagnen, strukturen und inhaltliche schwerpunkte fortzusetzen, offensichtlich ist, dass es eine ganze menge sehr unterschiedlicher aktionen und diskussionsbeiträge zur (militanten) mobilisierung gab. wir möchten nun zunächst auf verschiedene beiträge eingehen.

Source: Interim Nr. 668 weiter...
2008-02-17

Wildcat: Where do we go from here?

Bild: Cops

Im Gegensatz zu früheren Mobilisierungen wollte Block G8 den Gipfel nicht stürmen, sondern symbolisch blockieren. Das schuf Raum für Geheimabsprachen, letztlich wurde nur symbolisch blockiert (wobei die BlockiererInnen und die Bullen im Feld das nicht wussten und sich real bekämpften). Linksradikale sollten sich nicht als Teil der Inszenierung instrumentalisieren lassen. Sie sollten keine Absprachen mit Polizei, Attac und Linkspartei treffen, und ihre »Vertreter« sollten nicht mit lauter anderen wichtigen Politikern auf dem Gegengipfel sitzen. Aber gibt es andere Orte und Gelegenheiten, für die gemeinsame Diskussion? Können wir solche Orte herstellen? Oder läge die Radikalisierung darin, beim nächsten Mal wieder zum Gipfelsturm aufzurufen? Was hätte man nach einem Durchbruch zum Luxustagungshotel gemacht? »Ein Symposium, eine Art Parteitag, oder eine Vollversammlung durchführen, ein Organisationsbüro für kommende Kampagnen einrichten, einfach das Büffet leer fressen, die Räume bunt bemalen, ein alternatives Tagungshaus mit Vokü einrichten oder den ganzen Komplex verwüsten und niederbrennen?« [Markus Mohr in antidot]

Source: www.wildcat-www.de weiter...
2008-01-21

„History is a work in progress“ / Genua, Rostock, Hamburg, Berlin – Was bleibt von unseren Kämpfen?

Bild: Westgate

„Die Geschichte sind wir“

Am 15. November 2007 kehrte die Bewegung nach Genua zurück: Unter dem Slogan „La storia siamo noi“ demonstrierten ca. 50.000 Menschen in der Stadt. Es war eine praktische linke Intervention gegen die Konstruktion einer Geschichtsschreibung, die die Ereignisse in Genua während des G8-Gipfels 2001 in ihre herrschaftlichen Deutungsmuster pressen will. Im gesellschaftlichen Gedächtnis soll die Revolte von Genua als ein krimineller, unpolitischer Akt verfestigt werden. Die Staatsanwaltschaft hat stellvertretend für 25 AktivistInnen auf der Grundlage alter, faschistischer Paragraphen mehrjährige Haftstrafen (zum Teil bis zu 14 Jahren) gefordert. Während die Verfahren gegen die angeklagten Bullen mit Freisprüchen, Einstellungen und Verschleppungen enden, sollen für die über 250.000 Wütenden im Juli 2001 25 jahrelang verknackt werden. Die Tage von Genua waren ein Symbol der Delegitimierung und des
Widerstands gegen die herrschenden Zustände. Die Staatsmacht ist nun gezwungen, die Deutungshoheit über dieses Ereignis zurück zu gewinnen. Dieser Konstruktion widersetzt sich die italienische Linke, indem sie trotz ihrer Zerstrittenheit in ihrer Gesamtheit zurückgekehrt ist, und der Floskel „Betroffen sind wenige, gemeint sind wir alle!“ ein deutliches Zeichen gesetzt hat.

Source: Swing 150 weiter...
2008-01-20

Gipfelgegner planen Sommer-Camps

Bild: Perspektiventage

Perspektiventage dienten der Vernetzung und der Suche nach Gemeinsamem und Trennendem

Am Wochenende fand das erste spektrenübergreifende Treffen von Globalisierungskritikern nach den G8-Protesten statt. Ein gemeinsames Projekt, zu dem alle Strömungen wieder zusammenkommen, wird es voraussichtlich nicht geben.

Etwa 600 Menschen sind zu den Perspektiventagen nach Berlin gekommen. Die Tagung war von Menschen initiiert worden, die während des G8-Gipfels 2007 die Camps der Globalisierungskritiker in Rostock, Reddelich und Wichmannsdorf organisiert hatten. Nachdem in den ersten Veranstaltungen am Donnerstag und Freitag die G8-Proteste überwiegend positiv resümiert wurden, ging es um die zentrale Frage: Wie weiter nach Heiligendamm?

Source: www.neues-deutschland.de weiter...
2008-01-17

Turbulence: Ins Licht hinein?

Epilog zu einem turbulenten Jahr 2007

Es ist Nacht, und ein Mann kriecht auf seinen Knien herum: er sucht seinen Autoschlüssel unter einer Straßenlaterne. Eine Frau kommt vorbei und hilft ihm. Nach einiger Zeit fragt sie den Mann: „Sind Sie sicher, dass Sie den Schlüssel hier verloren haben?“

Der Mann antwortet: „Nein, ich glaube, ich hab’ ihn woanders verloren.“

„Aber warum suchen wir dann hier?“, entgegnet sie.

„Weil hier Licht ist.“

Anfang 2007 bat das Turbulence-Kollektiv 14 AutorInnen aus der globalen ‚Bewegung der Bewegungen’ darum, folgende Frage zu beantworten: „Was würde es bedeuten, zu gewinnen?“ Die Antworten wurden von uns in einer Zeitung zusammengestellt, die wir in einer Auflage von 7000 Exemplaren druckten. Die meisten von ihnen wurden bei der Mobilisierung gegen den G8-Gipfel im Juni in Heiligendamm verteilt. Jetzt, einige Monate später, kehren wir zur Frage des ‚Gewinnens’ zurück.

Source: www.turbulence.org.uk weiter...
2008-01-17

Mit euch gibt es keine Perspektive

Autonome

Ende der Woche finden in Berlin die so genannten Perspektiventage statt. Ein Treffen von allerlei linken Grüppchen, die sich vorrangig in der Anti-Globalisierungsbewegung verorten. Da auch die Beteiligung der radikalen/autonomen Linken explizit erwünscht wurde, wollen wir, einige aus eben dieser, an dieser Stelle diese Einladung dankend ablehnen.
Wir tun dies, weil wir inzwischen absolut keine Lust mehr darauf haben mit Gruppen in Bündnissen zusammenzuarbeiten,die nur ihr Ding durchziehen, aus gemeinsamen Bündnissen ihren Vorteil auf unsere Kosten ziehen wollen, keinen solidarischen Umgang mit uns pflegen und uns regelmäßig in den Rücken fallen. Enough is enough!
Wir finden es auch überraschend, dass es noch Leute aus unserem Spektrum gibt, die noch einen Umgang mit diesen "Bündnispartnern" pflegen, als hätte es den G8 nie gegeben.

Source: http://de.indymedia.org weiter...