
Die vollen 22 Bar Druck, erklärt der Kommandant des Wasserwerfers, dürfe er nur einsetzen, wenn ein „Störer“, so der Polizeijargon, weiter als 15 Meter entfernt sei. Je näher der Störer am Fahrzeug sei, desto weniger Druck komme zum Einsatz, „damit die Verletzungen nicht so gravierend sind.“ Es geht also um die Verhältnismäßigkeit der Mittel, um die vorsorgliche Begrenzung des Schadens, ums rechte Augenmaß. Das genau sind die großen Themen des Dokumentarfilms „Der Zaun“ von Andreas Horn und Armin Marewski, wobei uns eine findige Kamera fortgesetzt zeigt, dass die Verhältnismäßigkeit keineswegs gewahrt wird.
Source: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1761551 weiter...
09.05 Feature
Von Julia Schäfer
(Ursendung)
Heiligendamm, Juni 2007. Unter dem Motto "G8 blockieren" nutzen zehntausende Demonstranten das Gipfeltreffen der acht führenden Industrienationen, um gegen deren Politik zu protestieren. Schon bevor die Staats- und Regierungschefs tagen, gehen Polizei-Sondereinheiten vor dem Sicherheitszaun, in der Nähe der Camps oder am Rostocker Hafen gegen Gipfelgegner vor. Nach offiziellen Angaben werden 1.112 Menschen in den Gefangenensammelstellen festgesetzt. Später erzählen Betroffene von psychischen Schikanen, stundenlangen Fesselungen oder Knietritten ins Gesicht. In den Monaten nach dem Gipfelspektakel muss der Großteil der Verfahren eingestellt werden.
Source: http://www.mdr.de/DL/5506837.pdf weiter...
Beim G8-Gipfel 2007 haben Journalisten in ihrer Berichterstattungswut viele handwerkliche Fehler gemacht – wie ein neues Buch nachweist. VON LANA STILLE
Bei den Protesten zum G-8-Gipfel vor einem Jahr ging es zwar hoch her, aber, so meldete die Nachrichtenagentur dpa am 5. Mai: “Einen Aufruf eines Redners zum ,Krieg’ bei den Demonstrationen von Rostock hat es nicht gegeben. dpa bedauert die fehlerhafte Berichterstattung.” Grobe journalistische Fehler hat sich aber nicht nur dpa geleistet – im Medienspektakel G 8 ist einiges schiefgelaufen in deutschen Redaktionen. Was genau, kann man jetzt in einem Buch nachlesen.
Source: www.taz.de weiter...“The Briefing Center” ist ein 40 Minuten langer Film von Julia Lazerus über die G8-Ereignisse in Heiligendamm im Sommer 2007
THE BRIEFING CENTER von Julia Lazarus dokumentiert die Choregraphie der politischen Körper während des G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm. Innerhalb der von der Öffentlichkeit durch einen 11km langen Zaun abgeschirmten Sicherheitszone beobachtet die Kamera die Vertreter der Presse, die Sicherheitskräfte, das Service-Personal, sowie die politischen Entscheidungsträger.
Julia Lazerus ist meist dafür verantwortlich, dass meine NetzpolitikTV-Interviews geschnitten und online gestellt werden. Auf dem G8-Gipfel war sie freundlicherweise über netzpolitik.org akkreditiert gewesen und konnte das Medienspektakel hinter den Kulissen mit ihrer Kamera beobachten. Der Film hat HD-Qualität und steht unter der Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen – Lizenz.
In der kleinen Version mit 288×384 liegt er als FLV, MP4 und MKV vor. Dazu gibt es die grosse Version mit 640×480 in FLV, MP4 und MKV.
Source: http://netzpolitik.org
06. März 2008 Die Lead Awards, eine renommierte deutsche Auszeichnung für Print- und Online-Medien wurden am Mittwoch in Hamburg vergeben. Das „Foto des Jahres“ hat Daniel Rosenthal geschossen. Aufgenommen hat der junge deutsche Fotograf eine Gruppe Globalisierungsgegner.
Sie demonstrieren gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm: Wir sehen im Vordergrund drei Männer und eine junge Frau, dahinter, ineinander verknäult, weitere Jungendliche, dann die weißen Helme der Polizisten. Aus den Wasserwerfern schießt Regen herab wie bei der biblischen Sintflut; ein Regenbogen bricht in die Szene und macht aus den jungen Demonstranten fast Hirten in einer arkadischen Landschaft.
Source: www.faz.net weiter...![]()
Das Bundespresseamt rudert zurück: Als Reaktion auf die Klage von Journalisten, denen es die Akkreditierung zum G8-Gipfel in Heiligendamm verweigert hatte, will dasInformationsamt der Bundesregierung seine auf BKA-Empfehlungen fußende Vergabepraxis ändern.
Auch weiterhin kann das Bundespresseamt (BPA) Journalisten Akkreditierungen verweigern. Doch das Amt muss künftig seine Maßnahme begründen. Diese Änderung bei der Vergabe von Akkreditierungen ist das Ergebnis einer Klage, die der polnische Journalist Kamil Majchrzak mit Unterstützung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gegen das BPA eingeleitet hatte.
Source: www.neues-deutschland.de weiter...
Nicht erst seit den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm letzten Sommer ist das Verhältnis der Staatsgewalt, speziell der Polizei zu den Medien wieder verstärkt in das öffentliche Interesse gerückt. So ist »Heiligendamm« auch der Anlass für das aktuelle Heft von Bürgerrechte und Polizei/CILIP.
Zwei Redakteure beschreiben das Informationsverhalten der Polizei in Heiligendamm. Dieses war von einer Behinderung kritischer Journalisten einerseits und einer eigenen offensiven polizeilichen Öffentlichkeitsarbeit gekennzeichnet: Öffentlichkeit verspricht auch für die Polizei Legitimation und Akzeptanz. Die beiden weiteren Hauptbeiträge des Heftes untersuchen zum einen das Agieren und die Wirkung, die die unabhängigen und selbstorganisierten Medien der sozialen Bewegungen rund um Heiligendamm erzielen konnten.
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Das Bundespresseamt verspricht, Medienvertreter künftig nicht mehr einfach auszuschließen. Ein G-8-Journalist hatte dagegen vor dem Verwaltungsgericht geklagt.
BERLIN taz Für den polnischen Journalisten Kamil Majchrzak war der Juni 2007 eine harte Zeit. Das Bundespresseamt wollte ihn – wie über 20 KollegInnen – partout nicht vom G-8-Gipfel in Heiligendamm berichten lassen. Dagegen klagte Majchrzak vor dem Verwaltungsgericht Berlin und hat nun auch ohne Urteil gewonnen: Das Bundespresseamt sagte zu, die Praxis des unbekümmerten Journalisten-Ausschlusses nicht zu wiederholen.
Source: www.taz.de weiter...
Weltpolitik zum Anfassen
Als Mitarbeiterin eines Fernsehsenders beim G8 Gipfel dabei zu sein: das klang wie eine einmalige Gelegenheit, ganz nah ranzukommen an einen Bereich voller wichtiger Geheimnisse von weltbewegender Bedeutung. Im Ostseebad Kühlungsborn, rund fünf Kilometer westlich von Heiligendamm, lag das eigens für den G8-Gipfel errichtete Pressezentrum – eine doppelstöckige Holz-Aluminium-Konstruktion, mehr Zelt als Haus, mit dem Namen „Emperor“. Auf einer Fläche von 8500 Quadratmetern wurden 1800 Arbeitsplätze für etwa 3500 JournalistInnen eingerichtet. War die Sicherheitsschleuse am Eingang überwunden – wie an einem Flughafen wurde jedes Gepäckstück einzeln durchleuchtet, jede Person einzeln überprüft – konnte mensch schnell feststellen, dass das Pressezentrum weit mehr zu bieten hatte, als schnöde Arbeitsplätze.
Source: http://malmoe.org weiter...Staatskanzlei MV
Der XXL – Strandkorb des G 8 – Gipfels hat den Politikaward 2007 für die beste Kampagne zur Aufklärung und Information der Öffentlichkeit erhalten.
Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Reinhard Meyer, nahm den Preis entgegen und erklärte: “Ein starkes Bild: Die Mächtigen der großen Wirtschaftsnationen im XXL – Strandkorb – in einer entspannten Atmosphäre, die den Beratungen zugute kam. Das Bild aus Heiligendamm ging um die Welt und wurde zum Symbol des G 8 – Gipfels 2007. Der Strandkorb machte zugleich auf das Gastgeberland Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam. Er ist ein Wahrzeichen unseres Landes – hier erfunden und typisch für unsere Stärken, den Tourismus und die Gesundheitswirtschaft. So konnte sich das Land als weltoffen, gastfreundlich und modern präsentieren. Ich freue mich, dass diese Idee aus Mecklenburg-Vorpommern als innovative Kommunikationsleistung ausgezeichnet wird.”
Der XXL-Strandkorb wurde vom Landesmarketing “MV tut gut.” und der Agentur PLEON als Teil der Imagekampagne “MV – The Place to Be” im Zusammenhang mit dem G 8 – Gipfel initiiert.
Source: Pressemitteilung weiter...