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2012-03-04

attac

attac

attac organisiert sich in unterschiedlichen Spektren der Mobilisierung.

Das Ziel ist uneindeutig: Während manche den Kapitalismus reformieren möchten, arbeiten andere an dessen Überwindung.

Die Organisation beteiligt sich an der Alternativkonferenz während des G8. Seit Herbst 2006 ist attac an der Gestaltung des Konzerts am 7. Juli beteiligt. Ebenfalls wurden einige Materialien erstellt und eine “Speakers-Tour” organisiert.

Im April veröffentlichte attac eine erste Einschätzung zum G8-Prozeß. Der Bericht blendete wichtige Teile radikaler Spektren aus und wurde nach Kritik geändert (auch auf englisch).

Mehr unter www.attac.de/heiligendamm07
oder der AG Soziale Rechte unter www.globale-soziale-rechte.org

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2007-11-24

Drang zur Mitte bei Attac? Austritt der AG Globale Soziale Rechte

Bild: Daniel Rosenthal

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac scheint bei Linken an Zustimmung zu verlieren. Jetzt ist die AG Globale Soziale Rechte ausgetreten.
»Attac in Aufbruchsstimmung« übertitelte die grünennahe taz einen Artikel über den Ratschlag der globalisierungskritischen Organisation Attac, der am letzten Wochenende in Gladbeck stattgefunden hat
Attac habe von den Gipfelprotesten in Heiligendamm profitiert, heißt es dort mit Verweis auf die Mitgliederentwicklung in diesem Jahr .Doch auch die politische Koordinaten hätten verschoben, diagnostizierte die tageszeitung. So sitzen seit dem letzten Wochenende mit Arvid Bell, Stephan Schilling und Sabine Zimpel gleich drei Grüne im Koordinierungsrat, dem wichtigsten Attac-Gremium.
Der Drang zur Mitte ist mit Vertrauensverlust bei großen Teilen der außerparlamentarischen Linken verbunden. Dort hat man es Attac-Sprechern wie Peter Wahl übelgenommen, dass er nach den Auseinandersetzungen am Rande der Großdemonstration am 2.Juni in Rostock, zur Trennung von der radikalen Linken aufgerufen hat. Diese Kritik wurde auch innerhalb der Organisation geteilt.

Source: email weiter...
2007-10-26

junge Welt: Minus nach G-8-Protesten

ATTAC übernimmt ein Drittel der Schulden des Kulturprogramms. Solidarität ist angesagt – 40000 Euro fehlen noch
Von Donna San Floriante

Fünf Monate nach Abschluß der G-8-Proteste in Rostock und Heiligendamm sitzt ATTAC immer noch vor einem riesigen Finanzloch. Auslöser des Defizits ist die Arbeitsgemeinschaft (AG) »Move against G 8«. Sie war von der Buchung der Künstler bis zur Bühnentechnik für das Kulturprogramm rund um die Proteste zuständig.

Source: junge Welt weiter...
2007-08-03

taz: Attac streitet über Gewalt-Frage

Nach dem G-8-Gipfel in Heiligendamm debattiert die globalisierungskritische Organisation Grundsätzliches: Solidarität mit Steinewerfern?

Peter Wahl wusste, dass es ein schwieriger Tag für ihn werden würde, zwei Monate nachdem er als Attac-Führungsmitglied in Rostock über die Steinewerfer gesagt hatte: Mit denen wollen wir nichts zu tun haben. Er hat sich vorbereitet auf einen einsamen Auftritt auf dem Podium, hat ein Zitat des Linguisten und linken Aktivisten Noam Chomsky mitgebracht, in dem von der “Fabrikation von gesellschaftlichem Konsens” die Rede ist, und sagt: “Der Kampf um die Köpfe ist doch der Ausgangspunkt von Attac.”

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2007-07-13

AG Globale Soziale Rechte (Attac Berlin): Was attackiert Attac?

Übergriff

Und wo bleibt die Bewegung? Plädoyer für offensive Globalisierungskritik

Der G8 Gipfel ist seit einem Monat vorbei, was bleibt ist Freude und Zufriedenheit über die erfolgreichen Proteste und über die dafür im Vorfeld von vielen Menschen innerhalb und außerhalb von Attac geleistete Arbeit. Wie viele andere haben auch wir als lokale Attac AG seit zwei Jahren aktiv auf diesen Gipfelprotest hingearbeitet, den wir als Kristallisationspunkt einer vielfältigen Bewegung für eine andere Welt begriffen haben.

Solidarität

Wenn die Tage von Rostock/Heiligendamm kein vergangener Höhepunkt der globalisierungskritischen Bewegung bleiben, sondern der Beginn eines neuen Höhenflugs werden sollen, gilt es bei aller Zufriedenheit auch kritische Fragen zu stellen. In den letzten Wochen wurde dies vor allem im Zusammenhang mit der „Gewaltdebatte“ getan, die bei aller erfreulichen Diversität der Beiträge zumindest eines klar gezeigt hat: Es gibt in Attac eindeutig keinen Konsens für eine Strategie, die auf Distanzierungen und damit notwendigerweise verbundenen Spaltungen innerhalb der Bewegung abzielt. Eine eben solche wurde jedoch von Attac, bzw. dessen „Sprechern“ – die von uns sonst sehr geschätzte geschlechtsneutrale Schreibweise ist hier leider aus empirischen Gründen hinfällig [1] – praktiziert.

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2007-06-28

Offener Brief von attac Leipzig an den Ko-Kreis zur Strategie und Medienarbeit sowie zum weiteren Vorgehen zu den G8-Protesten

Liebe Freunde,
Es wurde seit dem Gipfel schon eine Menge geschrieben und gesagt, auch wir haben mehr und genaueres über die Abläufe und Eure Gedanken dabei und dazu erfahren. Deshalb beschränken wir uns hier auf die Sachen, die unserer Meinung nach bisher in der Debatte zu kurz gekommen sind, oder ganz elementar und wichtig sind. Zunächst jedoch ein großes und herzliches "Dankeschön!" an alle, die viel Zeit und Kraft in Vorbereitung und Durchführung gesteckt haben und jetzt quasi gezwungenermaßen noch mehr in die Nachbereitung stecken müssen.

Worüber müssen wir nicht reden: "Die Gewaltfrage" als großes umfassendes Ganzes kann getrost unter den Tisch fallen, auch wenn sich Medien und Bewegungsteile jetzt Tage- und Monatelang damit beschäftigen. Alle Beteiligten sind sich einig, dass an diesem Samstag in Rostock jegliche Gewalt unerwünscht war und enorm kontraproduktiv gewirkt hat. Das ist unserer Ansicht nach in der Bewegung Konsens und braucht insofern nicht immer wieder durchargumentiert zu werden.

Worüber wir sprechen müssen, sind unsere Fehlleistungen in der G8-Woche, die momentane medial-gesellschaftliche Lage dazu, unser weiteres aktuelles Vorgehen und langfristige Konsequenzen.

Problematisch waren aus unserer Sicht:

1. Die Rolle, die attac teilweise in den Medien und gegenüber den Bündnispartnern eingenommen hat
2. Die Kurzsichtigkeit der Stellungnahmen auf die Samstagskrawalle
3. Unzulänglichkeiten in der Medienstrategie was die Inhalte anbelangt
4. Einige Unprofessionalitäten im Ablauf

Vorschlagen würden wir
5. Kurzfristige Medienstrategie und Aktionen
6. Einige Konsequenzen für Großereignisse / große Bündnisse

Dazu im Detail:

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2007-06-24

Berti: Hallo Peter,

also ich glaube Du machst es Dir da ein bißchen sehr einfach. Das
Problem fängt ja schon dort an, was mensch denn eigtl. als Gewalt
definiert. Dir dürfte ja bekannt sein, dass es um die Frage von
Blockaden gesellschaftliche und juristische Auseinandersetzungen gab, ob
dies als Gewalt zu werten ist. Aber darauf will ich nicht hinaus, es
zeigt allerdings, dass wenn alle Dinge nur vom Standpunkt der Gewalt
betrachtet werden, mensch leicht der Versuchung erliegt, von anderen
Faktoren zu abstrahieren.
Ich würde Dir in Deiner grundsätzlichen Ablehnung von Gewalt recht
geben. Dennoch muss mensch sich glaube ich immer von Situation zu
Situation überlegen welche Folgen die Anwendung von “Gewalt” haben
könnte und wie diese (moralisch) zu bewerten sind. Wenn wir jetzt
konkret mal von einer Demosituation ausgehen, so sind im schlimmsten
Fall Tote (ich gehe mal davon aus, dass wir dies alle ablehnen) und
Verletzungen die Folge. Aber selbst wenn die Polizisten dank ihrer
Panzerung nicht verletzt werden, so hat dies ja auch psychische Folgen,
die Polizisten fühlen sich bedroht und sehen die DemonstrantInnen als
Feinde, dies dürfte auch nicht im unseren Interesse liegen, ähnliches
dürfte für das Einwerfen von Schaufenstern gelten.

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2007-06-13

jungle world: Ein Mann schlägt zurück

Nummer 24 vom 13. Juni 2007

Man glaubt es kaum, aber die CDU und Attac haben vieles gemeinsam, nicht nur Heiner Geißler als Mitglied. von daniel steinmaier

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2007-06-13

taz: Netzwerk in Katerstimmung

Beim globalisierungskritischen Netzwerk Attac hängt der Haussegen schief - trotz des Erfolgs der Proteste gegen den G-8-Gipfel von Heiligendamm

Das Lächeln muss Werner Rätz schwer gefallen sein bei der Verkündung der Jubelmeldung: "Wir haben die größte globalisierungskritische Massenmobilisierung erlebt, die es in Deutschland je gegeben hat", triumphierte der Attac-Vertreter vergangenen Freitag bei der Bilanzpressekonferenz der Protestierer. "Mit dieser breiten Bewegung wird künftig zu rechnen sein."

Nur: Wen Rätz damit genau meinte, spezifizierte er nicht weiter - aber er wird die globalisierungskritische Bewegung als Ganzes gemeint haben, nicht etwa Attac. Denn wie es mit dem Netzwerk weitergeht, ist ungewiss. Attac steckt in einer handfesten Führungskrise.

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2007-06-13

taz: "Die Radikalen brauchen Attac"

Das Netzwerk hat eine große Glaubwürdigkeit, sagt Bewegungsforscher Ansgar Klein

taz: Herr Klein, waren die G-8-Proteste der Anfang vom Ende der deutschen globalisierungskritischen Bewegung?

Ansgar Klein: Nein, wie kommen Sie denn darauf?

Beim EU-Gipfel in Göteborg 2001 ruinierten Krawalle das Bild der schwedischen Bewegung in der Öffentlichkeit …

Das wird nach Heiligendamm nicht der Fall sein. Schon ein, zwei Tage nach den Ausschreitungen bestimmten die friedlichen Demonstranten die Bilder. Und weil viele Medien an den offiziellen Gipfel hohe inhaltliche Erwartungen stellten, wurden die Protestler mit ihren Anliegen ebenfalls wahrgenommen.

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