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2007-06-08

G8-Gipfel - Abschlusskundgebung am Rostocker Stadthafen verzögert sich

08.06.2007: Rostock/MVregio Der Beginn der Abschlusskundgebung von Globalisierungskritikern gegen den G8-Gipfel am Rostocker Stadthafen verzögert sich.
Die Veranstalter wollten auf die vielen Demonstranten warten, die noch auf dem Weg zum Veranstaltungsgelände seien, berichteten dpa-Reporter. Derzeit sind nach Polizeiangaben 2500 bis 3000 Menschen auf dem Platz an der Warnow. Nach den Krawallen bei der Anti-G8-Demonstration von Samstag hatte die Polizei angekündigt, am Freitag unverzüglich und konsequent gegen Straftäter vorzugehen. So werden auf dem Weg zum Stadthafen Rucksäcke nach Steinen durchsucht.

Dabei gab es auch schon den ersten kleinen Zwischenfall, als sich Gipfelgegner gegen die Durchsuchung von der Polizei wehrten. Die Beamten hatten die Lage aber sofort im Griff.

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2007-06-03

tagesspiegel: Steine, Schläge, Straßenkampf

(03.06.2007)
Lange blieb es ruhig. Dann am Nachmittag krachte es. Der G-8-Protest in Rostock begann als friedliche Demonstration. Er endete in Gewalt
Von Constanze von Bullion, Andreas Frost, Hannes Heine, Frank Jansen, Philip Lichterbeck, Claus-Dieter Steyer Aus Berlin, Rostock, Schwerin
Lange an diesem Samstag sieht es danach aus, als würde ausbleiben, was alle befürchtet haben.
Und dann, es ist gegen drei Uhr am Nachmittag, passiert es doch. Eine plötzliche Eruption der Gewalt. Vermummte bewerfen die Polizei mit Pflastersteinen und Flaschen, beschießen sie mit Leuchtraketen, einer geht mit einem Messer auf einen Beamten los, Krankenwagen rollen heran. Der Platz am Rostocker Stadthafen, auf dem in ein paar Minuten die Abschlusskundgebung der Großdemonstration gegen den G8-Gipfel stattfinden soll, verwandelt sich in ein Schlachtfeld. Einzelne Gruppen von Polizisten werden durch die Straßen gejagt. Die Gewalt geht von denen aus, die zuvor im schwarzen Block gelaufen sind, mit 3000 bis 4000 Autonomen, wie die Polizei schätzt. Die Polizei ist mit mehreren Hundertschaften im Einsatz, Hubschrauber kreisen über der Gegend.

Die Lage ist für kurze Zeit sehr unübersichtlich. Später wird sich herausstellen dass dieser plötzliche Ausbruch heftig war, dass er aber nach wenigen Minuten aber wieder vorüber ist. Eine Polizeisprecherin meldet, der mit dem Messer attackierte Beamte sei nicht schwer verletzt worden und im Dienst geblieben. Noch etwa eine Stunde später, gegen vier am Nachmittag, liefern sich Polizei und Randalierer am Rande der Demonstration einzelne Gefechte, aber die Gemüter scheinen sich auf beiden Seiten etwas beruhigt zu haben. Die Polizei wird von einem „weitgehend friedlichen Verlauf sprechen“.

Ob das auch am Abend so bleiben wird, ist da allerdings nicht abzusehen.

Dabei sah es erst mal gar nicht aus, als müssten die Rostocker sich fürchten.

Zehntausende hatten sich in den Straßen von Rostock gesammelt um gegen den Gipfel der großen Acht zu protestieren; wie viele es genau sind, ist schwer zu sagen, die Angaben schwanken zwischen 25 000 und 80 000. Es ist der Aufgalopp für eine Woche, in der nach Kräften demonstriert und blockiert werden soll und in der Gruppen aus halb Europa eine Art Riesenmaschine in Gang setzen wollen, die das aufhalten soll, was zu den Kollateralschäden der globalisierten Welt zählt: Klimaerwärmung und Kriege, Ausplünderung und Überschuldung, Genfood und Privatisierung aller möglichen Ressourcen. Ein Aufmarsch der Weltverbesserer setzte sich in Gang.

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2007-06-02

Ausnahmezustand am 02. Juni in Schwerin

Sowohl der geplante Nazi-Aufmarsch in Schwerin als auch die Antifa-Demo sind vom Oberverwaltungsgericht verboten worden. Nun klagen beide Parteien vor dem Bundesverfassungsgericht. Eine Entscheidung ist erst am Morgen, kurz vor dem geplanten Beginn der Veranstaltungen, zu erwarten.
PlakatMan ließ sich Zeit. In den frühen Morgenstunden des 02. Juni, wenige Stunden vor Beginn des geplanten Nazi-Aufmarsches in Schwerin und der angekündigten Antifa-Proteste dagen, entschied das Greifswalder Oberverwaltungsgericht, dass beide Veranstaltungen nicht stattfinden können. Damit widerrief es einen Bescheid des Verwaltungsgerichtes Schwerin von Donnerstag.

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2007-06-01

G8 WEGBASSEN!

Hallo Freunde des feiernden Protests,
Der G8-Gipfel steht vor der Tür – kommt nach Rostock zu
Protest.Party.Action mit der Hedonistischen Internationale:
http://www.myspace.com/hedonistinternational

2. Juni, 12 Uhr, Rostock
Unsere Demo-Wagen fahren ab Rostocker Hauptbahnhof. Ihr findet uns.
Musik: Exercise One (Live), Peer Gregorius, Lutsche, Por.no & special guest.

auf dem zweiten Demowagen spielen:
skinnerbox [live]
sportbrigade sparwasser
bahama

Open Air- Rave against the machine, 3. Juni, ab Sonnenaufgang
Nanday [Brothers in Music] & Astma
Sportbrigade Sparwasser,
Tim Tapedeck
Por.no
Lutsche u.v.m
Budzillus & die Antikörper (live)
The Incredible Herrengedeck (live)

Informationen über den Ort des Open Airs gibt es ab Samstag abend in
unserem Barrio im Camp am Rostocker Fischereihafen. Das liegt nicht nur
schön am Wasser, sondern ihr könnt bis zum 9. Juni dort auch zelten,
duschen, leben und lieben und so.

Noch mehr Aktionen
Die Hedonistische Internationale wird auch am 6. und 7. Juni mit eigenen
Aktionen gegen den G8-Gipfel protestieren. Es wird auch gemunkelt, dass
es eine Party am Strand geben könnte. Infos dazu gibt es auf
http://www.hedonist-international.org, auf dem Camp in Rostock und an
den Infopoints.

Infos zu Anreise, Camps, Karten usw. gibt es hier:
http://hedonist-international.org/?q=de/g8_logistik

Alle weiteren Infos:
http://www.hedonist-international.org

Wäre schön euch zu sehen.

UPDATE:

Nach der Demo an den Strand…

Außerordentlich erfreulich ist die Bekanntgebung des soeben gegründeten
“World Peace & Dance” Bündnisses, das am Do, 07. Juni ab nachmittag eine
hedonistische kollektive Meinungsäußerung, in Form eines “World Peace &
Dance Picnics” mit Euch, mit uns, mit allen am Strand stattfinden wird.

Wo?
300 m vorm Zaun, zwischen Heiligendamm und Börgerende. Es findet auf
jeden Fall statt, ggf. ein wenig weiter vom Zaun entfernt !!

Wann?
Im Anschluß an den Sternmarsch (ab 16 Uhr)

…und in Rostock, so "Front"berichte ist alles gut: das Hedonistische
Barrio entsteht und hat noch genug Platz für Euch!

  • Aktuelle Informationen zur Lage im Camp Rostock, Lineupänderungen,
    allgemeine Infos, etc.:
  • http://hedonist-international.org

English info: http://hedonist-international.org/?q=en

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2007-05-30

1000 Menschen demonstrieren gegen G8-Gipfel

Potsdam (ddp-lbg). Rund 1000 Menschen haben am Mittwoch in Potsdam gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm demonstriert. Am Rande eines Vorbereitungstreffens der Außenminister der führenden Industriestaaten zogen die G8-Gegner vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt. Redner des Potsdamer Anti-G8-Bündnisses kritisierten die Politik der G8-Staaten. Diese verteidigten ihre wirtschaftlichen Interessen,
statt den Ärmsten der Welt zu helfen. Die G8-Staaten versuchten, ihre Vormachtstellung in der Welt auszubauen. Dazu wendeten sie brutale Gewalt an. Das Anti-G8-Bündnis rief zur Teilnahme an der Großdemonstration gegen den G8-Gipfel am Samstag in Rostock auf. Sprecher Holger Zschoge betonte, er erwarte einen starken Widerstand in Rostock. Nach Angaben eines Polizeisprechers verlief die Demonstration in Potsdam weitgehend friedlich. Die Polizei hatten den Zug mit mehreren Hundertschaften begleitet. Die Außenminister hatten ihren Tagungsort während der Abschlusskundgebung bereits verlassen. ddp/fis/mwa

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2007-05-29

Gedenken an die Opfer infolge der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete

Gedenken an die Opfer infolge der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete
seit dem Krieg vom 5. Juni 1967

Mahnwache am 5. Juni 2007
11:00 bis 13:00 Uhr
Am Sicherheitszaun Vorder Bollhagen, Deutschland

Wir versammeln uns am 40. Jahrestag des Krieges zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarstaaten, um der Palästinenser und Israelis zu gedenken, die infolge der israelischen Besatzung des Westjordanlands, des Gazastreifens sowie der Golanhöhen ihr Leben lassen mussten.

Wir versammeln uns am 40. Jahrestag der israelischen Besatzung am Sicherheitszaun zum Schutz des G8-Gipfels in Vorder Bollhagen, Deutschland, um symbolisch an die von Israel errichtete und von den G8-Staaten geduldete Unrechtsmauer zu erinnern, die quer durch die besetzten Gebiete verläuft und Palästinenser von Palästinenser sowie von ihren Arbeitsstätten und von ihrem Hab und Gut trennt.

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2007-05-29

Anti-G8-Bündnis organisiert erneut satirischen Protest gegen Globalisierungsgipfel

Rund 1000 Teilnehmer erwartet das Potsdamer Anti-G8-Bündnis am Mittwoch in der Landeshauptstadt. Dort sollen sie satirisch gegen das Fachtreffen der Außenminister demonstrieren. Gegen Auflagen für den Protestzug legte das Bündnis am Dienstag Widerspruch ein. In Potsdam selbst kommt es während der Konferenz zu umfangreichen Sperrungen.

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2007-05-29

Antirepdemo - DEMO für mehr Demonstrationen

Antifaschistische Aktion Greifswald

We won’t be silent!
Erneute Anti-Repressions-Aktion in Mecklenburg-Vorpommern.

Am Dienstag dem 29. Mai fand in Greifswald eine spontane Demonstration gegen staatliche Repression, welche sich gegen den G8-Widerstand richtet, statt. Etwa 30 Aktivist_innen zogen mit mehreren Transparenten vom Hauptbahnhof in Richtung Oberverwaltungsgericht des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Die erste Kundgebung: es wurde darauf aufmerksam gemacht, dass ab Mittwoch, dem 30.05.2007, in Greifswald verhandelt wird, ob die massiven Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit im Zuge des G8-Gipfels (wie sie die Polizei wünscht) aufrecht erhalten werden. Denn nachdem das Schweriner Gericht, die Pläne der Polizei schon einmal durchkreuzte und den Gipfelgegner_innen Recht gab und die Allgemeinverfügung der BAO Kavala als nicht gesetzeskonform darstellte, klagt die Sicherheitsbehörde jetzt gegen dieses Urteil.

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2007-05-29

Netzwerk Friedenskooperative: Hamburg war nicht die Generalprobe für die Großdemonstration am 2.6.

Bundesregierung soll endlich ihr Bekenntnis zur Demonstrationsfreiheit einlösen

Bonn/Rostock, 29. Mai 2007. Das Netzwerk Friedenskooperative als Mitveranstalter der Großdemonstration zum G8-Gipfel am kommenden Samstag in Rostock ermuntert zur Teilnahme.

Kritisiert wird das martialische Auftreten der Hamburger Polizei bei der Demonstration gegen den ASEM-Gipfel am Pfingstmontag. Mit solchen Bildern werde Angst vor der Teilnahme an G8-Protesten geschürt. Dies werde sich aber so in Rostock nicht wiederholen, erklärt Netzwerk-Geschäftsführer und Mitglied der Demonstrationsleitung, Manfred Stenner.

“Wandernde Polizeikessel und solch rabiates Auftreten der Polizei wird es während der Rostocker Demonstration nicht geben”, so Stenner. “Nach wie vor gehen die Polizeibehörde ‘Kavala’ und die Veranstalter von einer bunten und fröhlich-kämpferischen Demonstration aus. In monatelangen Gesprächen wurden mit der Polizei und der Hansestadt Voraussetzungen für einen Ablauf geschaffen, zu dem wir mit gutem Gewissen Familien mit Kindern einladen können”.

Die Veranstalter befürchten, dass sich durch die allgemeine Sicherheitshysterie etliche Menschen aus Furcht vor der Polizei von ihrem grundrechtlich verbrieften Recht auf Versammlungsfreiheit abschrecken lassen. Hierfür werden die Razzien zur Ausspähung der linken Szene, Äußerungen von Bundesanwaltschaft, BKA, Verfassungsschutz und Innenminister Schäuble verantwortlich gemacht, die den legitimen Protest gegen eine menschenverachtende Politik der G8 in die Nähe von Terrorismus rückten. Auch die Allgemeinverfügung der mecklenburg-vorpommerschen Landespolizei mit weiträumigen Demonstrationsverboten während der Gipfeltage habe dazu dazu beigetragen.

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2007-05-28

G8-Protestplaner Schädel: Blaue Trainingsjacke als Markenzeichen

Monty Schädel bekommt nur wenig Schlaf in diesen Tagen. Mehr als drei bis vier Stunden werden es selten, sagt der 37 Jahre alte Koordinator des Rostocker Bündnisses gegen den G8-Gipfel Anfang Juni.

Das Treffen der wichtigsten Industrienationen in Heiligendamm rückt immer näher – und Schädel ist mittlerweile eine bekannte Figur in den Medien geworden. Der Mann in der blauen Trainingsjacke mit der Aufschrift “Shalom” ist in Hauptnachrichten- Sendungen ebenso zu sehen wie in Magazinen. Medien wollen seine Meinung zu Vorgängen rund um die Gipfel-Planungen wissen.

So konnte Schädel am Freitagabend triumphieren, als das Schweriner Verwaltungsgericht die Einrichtung einer Sicherheitszone rund um Heiligendamm weitgehend kassierte: “Die Polizei ist in ihre rechtlichen Schranken verwiesen worden.” Es verbittere ihn, dass die Protestszene die Polizeiplanungen schon lange offen gelegt habe, von dort aber stets Dementis gekommen seien. Schädel zeigt sich sicher, dass die Gerichte auch auf der Seite des Protestes sind, wenn es um Blockaden geht, die in den Augen der Polizei zum großen Teil als Gewalt anzusehen und damit zu verbieten seien. “Es stellt sich die Frage, reagiert der Rechtsstaat demokratisch angemessen oder nicht.”

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